Schutz in der Stadt: Bleiben oder evakuieren
Erdbeben, Überschwemmung oder Brand in einer Wohnung: So schützen Sie Ihr Zuhause, wann Sie bleiben und wann Sie gehen sollten, ohne jemanden zu gefährden.
Die erste Entscheidung: Bleiben oder Gehen
Es gibt keine universelle Antwort. Die Regel, die alle Hilfsorganisationen wiederholen: Wenn die Behörden zur Evakuierung aufrufen, evakuieren Sie. Wenn es keine Evakuierungsanordnung gibt und Ihr Zuhause sicher ist, ist Bleiben oft besser, als sich dem Chaos auf den Straßen anzuschließen. Entscheiden Sie VORHER anhand klarer Kriterien:
| Bleiben Sie, wenn… | Evakuieren Sie, wenn… |
|---|---|
| Ihr Gebäude keine strukturellen Schäden hat | Eine offizielle Evakuierungsanordnung vorliegt |
| Das Ereignis bereits vorbei ist (Beben, Unwetter) | Es brennt oder Einsturzgefahr besteht |
| Sie Wasser, Essen und ein Kit für 72 Stunden haben | Das Wasser oder Gas verunreinigt/ohne Datum abgestellt ist |
| Sie sich von außen isolieren können (Fenster abgedichtet) | Sie im Erdgeschoss wohnen und Überschwemmungsgefahr besteht |
| Sie Medikamente und die Mobilität zum Bleiben haben | Sie medizinische Versorgung benötigen und kein Service verfügbar ist |
Das Zuhause schützen: vorher und währenddessen
- Befestigen Sie Regale und hohe Möbel an der Wand; Schweres nach unten.
- Lokalisieren und üben Sie: Gasventil, Hauptwasserhahn und Sicherungsautomat. Sie in 30 Sekunden abstellen zu können, verhindert Lecks und Explosionen.
- Bei Erdbeben: In Deckung gehen, unter einem stabilen Tisch schützen, festhalten. Halten Sie sich von Fenstern und Glas fern.
- Bei Überschwemmung: Gehen Sie in die oberen Stockwerke, schalten Sie Strom und Gas ab, versuchen Sie nicht, überflutete Gebiete zu durchqueren, auch nicht mit dem Auto.
- Bei Brand: Rausgehen und auf keinen Fall zurückkehren; bei Rauch kriechen (Rauch steigt auf); Türen vor dem Öffnen fühlen (wenn sie heiß sind, nicht diesen Weg nehmen).
- Bei Ausgangssperre: Türen und Fenster mit Klebeband und feuchten Tüchern schließen und abdichten, Ritzen abdecken und Radio hören, um Anweisungen zu erhalten.
Der urbane Evakuierungsrucksack
In der Stadt erfolgt die Evakuierung meist zu Fuß oder mit improvisierten Transportmitteln. Der Rucksack sollte leicht sein: Wenn er mehr als 8-10 kg wiegt, werden Sie ihn nicht tragen. Das Nötigste:
- Wasser (2 Flaschen) und leichte Nahrung
- Rettungsdecke und Regenjacke
- Dokumente + Bargeld
- Powerbank und Radio
- Minimales Verbandszeug und Medikamente
- Pfeife, Taschenlampe, Feuerzeug, Messer
- Masken und Gel
- Papierkarte der Gegend mit Treffpunkt
Risikopunkte in der Stadt
- Viadukte, Brücken und Hochstraßen: Bei Erdbeben oder extremem Wind meiden.
- Gebäude mit Glasfassaden und fragilen Fassaden: Halten Sie Abstand zum Umkreis.
- Schächte, U-Bahn-Eingänge und Keller: Zonen schneller Überschwemmung.
- Umgestürzte Stromleitungen: Behandeln Sie jedes Kabel am Boden als unter Spannung stehend; rufen Sie die 112.
- Tankstellen und Lagerhäuser: Explosionsgefahr; bilden Sie keine unnützen Schlangen mit dem Auto.
- Menschenmengen: Bei Panik werden Menschen niedergetrampelt; bewegen Sie sich an den Rändern, nicht gegen den Strom.
Kennen Sie die Evakuierungsrouten Ihrer Gemeinde (vom Zivilschutz veröffentlicht) und die offiziellen Treffpunkte. Üben Sie den Weg einmal zu Fuß: Wie lange brauchen Sie wirklich zur Hauptverkehrszeit?